Devil-Corps Kaiserslautern

 

MSV Duisburg vs. 1. FC Kaiserslautern e.V. - 31.03.2018


Relativ entspannt starteten wir fast ausgeschlafen am frühen Samstag Morgen zu einer sehr humanen Uhrzeit in Richtung Auswärtssieg. Nach kleiner Weltenbummlerei um die gesamte Crew einzusammeln ging es recht zügig Richtung Ruhrpott. Jeder spürte es. Es kann unser Tag werden.
Bier und Cider wieder ausreichend on Board, stieg die Laune Sekundenweise.
Unsere Lieder, von den besten Sängern der Stadt und Umgebung wiedergegeben, sorgten für reichlich Entertainment in unserem rollenden Etablissement

Zeitig kamen wir dann auch mit fast allen anderen Bussen zusammen an. Hätten  wir nicht noch auf zwei Grazien warten müssen die sich mit Essen eingedeckt hatten und wir sie dadurch fast an der Raststätte hätten stehen gelassen. Wäre aber auch kein Drama gewesen. Spielautomaten können die Zeit auch vertreiben. Nach Ankunft in Duisburg war die Laune entsprechend bei strahlendem Sonnenschein. Somit wurde nun alles gepackt und wir zogen Richtung Stadion.
Unsere Gruppe fand sich diesmal im Sitzplatzbereich hinter dem Tor ein, der Oberrang ist die nettere Alternative. Es scheint sowieso unverständlich warum dieses überschaubare Stadion nicht annährend ausverkauft ist, bei einem Club der als Aufsteiger in dieser Saison lange auf die Aufstiegsplätze schielen durfte.
Nach kurzer ruhiger Übernahme der uns zugeordneten Plätze wurden wir herzlichst auf der anderen Seite empfangen. Die Stimmung war jetzt schon geladen. Jeder spürte es. Heute wird ein guter Tag. Wenn wir relativ früh ein Tor schießen (#dasFinFrontzeckstehtfürfrüheFührung), können wir gewinnen. So unsere Prognose.
Genau so kam es. Ole Rot-Weiß, so laaft die Gschicht.
Der Betze legte los. 0:1 hieß es dann bereits in der 12. Minute.
Osawe ließ sich nicht lange bitten und drückte den Ball hinter die Linie nach einem feinen offensiven Spielzug und einem wuchtigen Schuss von Mwene.
Ausnahmezustand. Emotionen überall, außer am Bierstand (will man in Duisburg kein Geld verdienen oder ist man einfach zu dumm?). Die Angst zwischen dem lauten Torjubel und dem erneuten Anstoß bei jedem in den Augen zu lesen, war dennoch präsent.
Halten wir die Führung oder kassieren wir bald den Gegentreffer?
Unsere Spieler gaben alles um uns diese Angst zu nehmen. Spielten ein grandioses Spiel. Zumindest die ersten 25 Minuten. Danach verließen sie die Kräfte, sie agierten zeitweise lethargisch, und man konnte sich gerade so in die erste Halbzeit retten. Duisburg hatte mehr als nur die Chance zum 1:1. Aber ein überragender Keeper und ein noch besserer Pfosten waren standfest.
Anpfiff 2. Halbzeit. Der Betze direkt ab Minute Eins mit sichtbar neuer Energie und Laufstärke. Die letzten Zuschauer kamen gerade noch in den Block gehuscht und blickten Richtung Spielfeld, konnten dort ihren Augen nicht trauen. Da fiel doch tatsächlich in der 48 Minute wieder durch Yamen Osawe, das 2:0 für den Betze. Riesiger Jubel. Betze mer paggens. Damit aber nicht genug. Der Betze wollte ein Zeichen setzen. Vergessen die Unsicherheit Mitte der ersten Halbzeit. Weiter ging es. Osawe - Zack - TOR 64‘min. Warum spielt dieser Junge nicht etwas konstanter?
Der Gästeblock tobt. Führten wir hier echt mit 3:0? Alle lagen sich in den Armen. Jeder hatte dieses Glänzen in den Augen. Endlich.
Mit einem 3:0 in der Tasche, alle recht sicher, wurde nun auch die Freude lautstark, gegen unseren Gastgeber und seine Homies aus der Frankfurter Vorstadt kund getan.
Da war es uns auch eigentlich recht egal als Duisburg in der 70 Spielminute den Ball ins Tor manövrierte, 3:1. Im zweiten Gedanken traute man dem Betze aber auch zu, dass Ding noch aus der Hand zu geben. Zu oft ist so etwas schont passiert. Aber auch hier zeigte uns diese Mannschaft eine Entwicklung im Vergleich zum Spiel in Braunschweig. Kein großes Zittern.
Nach kurzen Passspielen wurde uns hier nämlich klar, den Sieg nehmen Sie uns auf keinen Fall.
83. Minute. Das Spiel für uns alle eigentlich schon entschieden, schoss Benjamin Kessel das 4:1. Wir konnten es alle kaum fassen. Was ist mit unseren Jungs los. Das Stadion leerte sich auf Heimseite prompt. Kurze Zeit später viel das 5:1, welches im Anschluss wohl aus Mitleid aberkannt wurde. Ein genaueres Betrachten der Fernsehbilder lässt keinen anderen Schluss zu.
Wichtig ist trotz dieser spielstarken Leistung den Fokus darauf zu legen, die schwachen Phasen in den Griff zu bekommen. Sonst gehen diese Spiele womöglich anders aus. In unserer Situation braucht man jetzt aber auch vielleicht mehr als nur das Quäntchen Glück. Dieser Abstiegskampf in dem die halbe Liga steckt, ist eine absolute Ausnahme und könnte für uns Fluch oder Segen sein. Jedenfalls hängt uns diese schwache Hinrunde bis an's Ende nach. Ihr müsst jetzt alles mobilisieren, wir müssen das ebenfalls.
Jeder Mainzer ist ein Hurensohn - Concentrate on winning!


1. FC Kaiserslautern e.V. vs. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e.V. - 17.03.2018


Nach Niederlage folgt Sieg. Und dementsprechend entspannt, den Plan bisher erfüllt, erklomm die Gemeinde an diesem frostigen Samstag Mittag den Betze. Unsere Elf spielte ordentlich mit und hätte durchaus den ein oder anderen Elfmeter in Durchgang Eins zugesprochen bekommen müssen. Die Pfeife der Pfeife auf dem Rasen blieb jedoch stumm und erschallte lediglich in der zweiten Halbzeit als Callsen-Bracker den enteilten Hamburger Stürmer am Trikot zog. Notbremse, rot, Elfmeter, Tor.
Blankes Entsetzen machte sich im Westen breit und die Befürchtung dass der Plan nach diesem Spiel nicht mehr im Soll steht, war groß. Wäre da nicht das Schlitzohr Altintop. Einen Freistoß derart abgezockt auszuführen und Spalvis auf diese Art und Weise frei zu spielen, ist schon großes Kino.
Aber auch ansonsten zeigte sich der FCK nach dem Rückschlag in Unterzahl als Team mit Wille und Moral. Guwara hatte sogar die große Chance auf den Dreier und man wurde das Gefühl nicht los dass heute am Betze nur zwei Minuten zu früh abgepfiffen wurde. Wer weiß was noch passiert wäre. Zumindest ein Punkt konnte also gerettet werden und der fühlte sich nach mehr als "Unentschieden" an. Zumindest für den Kopf und die Moral kann er noch sehr wichtig werden.
Nach dem Spiel ließ man den Tag noch gemütlich bei einem gemeinsamen Essen mit Fleischbeilage ausklingen. Danke an dieser Stelle nochmal an die eindrucksvolle Leistung der Köchin.

In Duisburg muss der Plan dann wieder in den SOLL-Zustand versetzt werden. Auswärtssieg, klare Sache. Concentrate on winning!

SpVgg Fürth vs. 1. FC Kaiserslautern e.V. - 10.03.2018


Zu unserer Freude ging es erneut an einem Samstag in die Ferne, diesmal in Richtung Franken um vielleicht heute einen Big-Point im Nürnberger Vorort zu setzen. Ganz besonders war die Freude auch und gerade, weil wir den heutigen Bus gemeinsam mit den Boys-Diabolo organisierten. Da wurde der ein oder andere dann doch recht nostalgisch. BD/DC Freaktour since „irgendwas vor 10 Jahren“. So wurde dann ein ums andere Mal der Mittwoch als sinnvollster Tag gehuldigt...

Die Fahrt verlief kurzweilig, kein Wunder nach den überstandenen Reisen der letzten Wochen in den Osten.
Nach dem man seinen Platz im, wie gewohnt, völlig überfüllten Gästeblock am Ronhof gefunden hatte, gab es eine schöne Schalaktion unter dem Motto „Westkurve“ im Gästeblock und den angrenzenden Bereichen. Wir sind Tabellenletzter. Und weiter? 3000 Lautrer in Franken. Wir werden bis zum Ende schreien.

Nach diesem Sieg gegen Union Berlin eine Woche zuvor, war man frohen Mutes nun endlich einen drauf setzen zu können und die Panik im Tabellenkeller weiter anzufachen. Die Mannschaft startete gut in das Spiel und war in den ersten Minuten durchaus feldüberlegen. Nach einem eigenen Eckball jedoch einen Konter zu fangen, war mehr als unclever. Dass der Torschütze Green hieß, machte die Sache umso schlimmer. Dieser hatte sich Minuten zuvor noch einige Freunde im Gästeblock gemacht, war aber in dieser Diskussion nur zweiter Sieger.

„Nicht schon wieder“…das war aus den Gesichtern der Pfälzer Schlachtenbummler zu lesen. Die Mannschaft tat sich nun etwas schwerer, war jedoch in der Schlussphase der ersten Halbzeit wieder in der Spur. Mit dem Halbzeitpfiff stolperte Osawe dann eine Hereingabe zum Ausgleich ins Tor. Perfekter Zeitpunkt.

Das Tor schien bei der SpVgg aus Fürth nach der Halbzeit Wirkung zu zeigen. Es spielte nur der FCK. Nichtsdestotrotz mit zu vielen einfachen Ballverlusten und Fehlern im Passspiel. Aber der Betze wollte hier den Dreier und das spürten alle. Das 2-1 lag in der Luft. Es viel jedoch aus dem Nichts auf der anderen Seite. Nach einem Eckball kollektives Versagen in der FCK Defensive. Der Torschütze kommt völlig blank am 5 Meter Raum zum Kopfball. Der lange Pfosten ist nicht besetzt und genau da landet der Ball. Erneut ein unnötiger Rückschlag in einem Spiel, dass der Gastgeber wohl auch nicht ungerne mit nur einem Punkt beendet hätte. Alles Aufbäumen half nicht, es wollte kein zweites Tor vor dem Gästeblock mehr fallen.

Die Heimfahrt verlief wenig ereignisreich bis Littlefoot fast gestorben wäre, aber im letzten Moment von Will Grigg gerettet wurde und mit ihm in einem Land vor unserer Zeit durch einen Regenbogen tanzte, bis diese Idylle durch den Flick-Flack Mann im Busgang mit einem Schlag beendet wurde.

Und so geht es weiter im Takt. Jedes zweite Spiel müssen wir gewinnen. Und dieser Tenor war auch bei der Mannschaft derselbe wie vor zwei Wochen in Aue. „Nächste Woche gewinnen wir halt wieder“. Wir verlassen uns darauf, dass Ihr Recht habt. Concentrate on winning!

1. FC Kaiserslautern e.V. vs. 1. FC Union Berlin e.V. - 02.03.2018


Weiter geht's im Takt. Und der ist sehr gleichmäßig in dieser so wichtigen Rückrunde 2017/2018.
Im Trainingslager im spanischen Marbella war die Hochrechnung eine klare und einfache. Der Betze muss in der Rückrunde jede zweite Partie für sich entscheiden. Und daran hält sich die Mannschaft. Ein kleiner Ausschlag nach oben wäre jedoch wünschenswert. Heute musste aber erst einmal die Bilanz wieder ausgeglichen werden nach der schmerzlichen Niederlage in Aue.
Mit Schrecken dachten viele an den Tiefpunkt dieser Spielzeit zurück. Denn das war das Hinspiel an der alten Försterei als der FCK, kurz nach der Entlassung von Norbert Maier, mit 0:5 baden ging.

So wirklich Angst macht einem dieser Gedanke aktuell aber nicht mehr. Weil seit der Winterpause ein anderer Wind weht, auch innerhalb dieser Mannschaft. In jedem Spiel waren drei Punkte drin in der Rückrunde, keine Partie war schon zur Halbzeit aussichtslos verloren.
Der FCK auf Augenhöhe mit Teams wie Düsseldorf und Kiel. Warum nicht also auch ein Dreier zu Hause, gegen die Ossis aus Köpenick.

Bei eisigen Temperaturen und Platzverhältnissen war an gepflegten Fussball nicht zu denken. Aber das schien unserer Elf auch nicht wirklich ein Nachteil zu sein.

Kurzum, es gab eines dieser Spiele, für die der Betze bis in weite Ferne bekannt ist. Flutlicht, großer Kampf, viele Tore und das bessere Ende für den FCK. Dreimal geführt, dreimal den Ausgleich kassiert und kurz vor Schluss noch einmal zurück geschlagen. Wahnsinn. Dopamin im Überfluss. Das Schönste an diesem Abend ist die Erkenntnis, dass diese Mannschaft einmal mehr bestätigt hat, dass sie Mentalität besitzt, endlich.

Entsprechend geplättet aber auch überglücklich verbrachten wir den Abend noch in familiärer Runde und mit einem breiten Grinsen, bevor der Heimweg sich für viele, unabhängig von der Entfernung, doch sehr schwierig gestaltete. Aber auch das hat wohl niemandem die Laune verdorben.

Mit so einem Sieg kann es selbstbewusst in die nächsten Wochen gehen und ein positiver Ausschlag im gleichmäßigen Takt, käme doch gerade in Fürth mehr als gelegen. Kämpft, beißt, fresst Gras. Werdet doch noch zu Helden. Das hätte Euch kaum einer zugetraut vor wenigen Monaten. Concentrate on winning.

BSG Wismut Aue vs. 1. FC Kaiserslautern e.V. - 24.02.2018

 

Es ist der 24.2.2018. Um 2 Uhr nachts quäle ich mich ,nach einer mehr als kurzen Nacht aus dem Bett. Betze auswärts steht mal wieder auf dem Programm. Nachdem ich vor 3 Tagen erst bei gefühlten -5° in Darmstadt stand geht es nun heute in die Kältekammer Deutschlands nach Aue. Temperaturen bei weit unter 0° schreckten aber auch dieses Mal nicht ab und so erreichte ich um kurz vor 4:00 Uhr den Abfahrtsort unseres Busses.

Nachdem wir diverse Paletten an flüssigen Nahrungsmitteln im Bus verstaut hatten, ging die Fahrt ins mehr als 500 Km entfernte Aue bereits los. Die Fahrt verging mal wieder wie im Flug und nachdem wir dann auch unsere Abkömmlinge in Bayern abgeholt hatten war der Bus dann auch komplett. Bei einem durchaus guten Mix an Musik, kühlen Getränken und weiteren Köstlichkeiten diverser Farben erreichten wir pünktlich um 12:00 Uhr das Erzgebirgsstadion. Nachdem die Fahnen vorbereitet, die Zaunfahne ausgerollt und das erste Stadionbier bereits in der Hand war, ging das Spiel auch bereits los.

Eingeleitet wurde das Spiel von einer schicken Choreo von den Jungs der Frenetic Youth.

„ Auf gehts ihr Jungs aus Lautern“, stand in großen Lettern vor dem Gästeblock.

Abgerundet wurde das Ganze mit roten und weißen Fahnen, welche im rot-weiß-rot Streifen-Muster auf der Tribüne verteilt wurden. Es ist also angerichtet. War der Lautrer Anhang, bei eisigen Temperaturen, auf Hochtouren, so dauerte es nicht einmal 2 Minuten bis schon wieder Ernüchterung eintrat.

Eckball Aue, Kopfball, Tor…

1:0 und für einige von uns in Gedanken, schon wieder den sicheren Abstieg vor Augen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und dann, auf einmal, wurde es doch nochmal laut beim Pfälzer Anhang. 54. Spielminute: Eckball Kaiserslautern, Kopfball Vucur- Tooooooor. Leider hielt dieser Jubel nur wenige Sekunden an, denn der Assistent des Schiedsrichters hatte die Fahne gehoben, Abseits. Jetzt war allerdings auf den Rängen nochmal etwas Feuer drin. Doch auch dieses Feuer hielt nicht lange. 9 Minuten Später 2:0 für Aue. „Alles klar mer steige ab“, so oder ähnlich wurde dieses Tor von einigen kommentiert. Die Mannschaft kämpfte allerdings verbissen weiter und so war es erneut Vucur, der 3 Minuten später doch nochmal den Anschluss erzielte. Allerdings gebracht hat es uns nichts mehr.

Bevor es zurück zu den Bussen ging wurde die Mannschaft mit einem lauten „Lautrer geben niemals auf“ verabschiedet. So enttäuscht man auch ist, aufgeben ist keine Option!

 Was bleibt zu sagen?

- Schicker neuer Gästeblock und ein Zaun ,an dem man keine Angst haben muss, dass man sich verletzt.

- Warmer Nudeltopf, der zwar nicht der Beste je gegessene ist, aber bei gefühlten -10° doch zu überzeugen weiß.

- Schon wieder nicht in Aue gewonnen.

Die Rückfahrt verlief für uns dann auch weitestgehend ruhig.

Gegen 10 Uhr Abends erreichten wir dann auch wieder die heimischen Gefilde. Während es für manchen noch auf einen Abstecher in die Stadt ging, so machte der Rest sich müde auf den Weg nach Hause. Jetzt heißt es mal wieder Mund abputzen, weitermachen um in Sachen Klassenerhalt noch einen Funken Hoffnung zu behalten.

Heimsieg gegen Union! Das ist die Devise. Betze, Betze, Betze, schießt die Bälle in die Netze. Concentrate on winning!

 

SV Darmstadt 1898 e.V. vs. 1. FC Kaiserslautern e.V. - 21.02.2018

 

Da das erste Spiel aufgrund gesundheitlicher Probleme unseres Trainers Jeff Strasser abgebrochen wurde (an dieser Stelle nochmal gute Besserung), ging es heute für uns ein zweites Mal nach Darmstadt. Der Weg nach Südhessen ist glücklicherweise überschaubar. Man stelle sich vor man hätte zweimal nach Kiel fahren müssen. Trotzdem bedurfte es mal wieder Urlaub, Überstundenabbau oder einem netten Arbeitskollegen der bereit war die Schicht zu tauschen. So ging es nach der Arbeit direkt zum Treffpunkt, um gemeinsam die Fahrt anzutreten. Der Gästeblock war analog zum ersten Anlauf prächtig gefüllt und insgesamt 3000 Schlachtenbummler aus der Pfalz samt Randgebieten störten die Darmstädter Abendruhe. Wie sähe der Gästeblock wohl aus wenn Mainz mal Mittwoch’s in Hoffenheim ran muss.

Da man aus den letzten drei Spielen zwei Siege holte und die Mannschaft sich im Gegensatz zur Hinrunde stark verbessert zeigte, hoffte man in dieser Woche in den Spielen gegen Darmstadt und Aue wichtige Punkte gegen die Tabellennachbarn zu sammeln und so schnellstmöglich die Abstiegsplatze verlassen zu können. Das Spiel ging gut los und so konnte der Gästeanhang  in der 16. Minute das erste Tor bejubeln. Die Stimmung war von Beginn an sehr gut und wurde durch das Tor natürlich weiter beflügelt. Dies traf leider nicht auf die Leistung der Mannschaft zu. Diese tat sich nach dem Tor sehr schwer im Spiel nach vorne und verteidigte beherzt das eigene Tor. Müller musste auch einige Male Glanzparaden hinlegen. Somit war man froh, dass die Mannschaft die Führung in die Pause rettete. In der zweiten Halbzeit brachte dann Mwene das ersehnte 2:0 für deutlich stabilere Betzebuben. Jetzt hatte der FCK einige gute Konter, mit denen man eigentlich den Sack hätte zumachen müssen. Da dies leider nicht gelang und Darmstadt alles nach vorne warf, kassierte man in der 90+1 Minute noch einen Gegentreffer. Nun wurde es nochmal eng. Nachdem Müller den Ball zur Ecke klärte und erstmal eine Zeit lang auf dem Boden liegen blieb, bauten sich schon Schreckensszenarien auf. Der FCK hatte zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt und Benni Kessel schien sich schon auf sein Debut als Goalkeeper vorzubereiten. Aber nichts passierte mehr. Nachdem der Eckball geklärt wurde und der Schiedsrichter endlich abpfiff, gab es kein Halten mehr. Nachdem der zweite Auswärtssieg in Folge gefeiert werden konnte, machte man sich überglücklich auf den Heimweg.

Der Darmstädter Anhang konnte durchaus schon mehr Überzeugung leisten in der Vergangenheit.
Sicherlich auch der sportlichen Situation geschuldet blieben die Lilien blass auf den Rängen und ließen nach dem Spiel ihre Elf zum Protokoll antreten.

In der Rückrunde sind Fans und Mannschaft endlich wieder eine Einheit mit einem gemeinsamen Ziel: Klassenerhalt!!! Mit dem Sieg im Rücken kann es nun nach Aue gehen. Concentrate on winning!

 

1. FC Kaiserslautern e.V. vs. SV Sandhausen 1916 e.V. - 16.02.2018

 

Kein echtes Kracherspiel. Doch kommt mit Sandhausen mal wieder der Angstgegner auf den Betze.

Irgendwie klingt das komisch, erinnere ich mich noch an Spiele gegen Dortmund, Schalke oder die Scheiß SGE. Naja, man muss eben mit den Mädels tanzen die da sind.

Angefangen hat der Tag eigentlich mehr als perfekt. Bei milden 8° und strahlendem Sonnenschein, zog es einige von uns in die Altstadt Kaiserslauterns um den Geburtstag eines unserer Mitglieder zu feiern. Schönen Gruß an die arbeitende Gesellschaft. Wir trinken für euch mit! Nach einigen Metern Krefelder und lockerer Stimmung machten wir uns dann auf den Weg gen Stadion um unseren Block zu bevölkern.

So mancher staunte nicht schlecht ob der vielen Menschen die heute auf den Betze pilgerten.

„Was issen heut los?“

Der FCK Ticketaktion, sowie der letzten beiden guten Spiele sei dank, fanden sich dann allerdings doch nur magere 23.811 Zuschauer im Fritz-Walter Stadion wieder.In dem Zusammenhang von mager zu sprechen fällt wohl auch nur uns Betze Fans ein. Wenn man sich vor Augen führt, dass so mancher Sportverein, in der Champions League, oft weniger Zuschauer im Stadion hat.

Zum SPIEL:

Dass eine Mannschaft in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen mit fünf Verteidigern beim Tabellenletzten antritt, das gibt’s wohl nur in Kaiserslautern.

Der Gast aus Sandhausen machte relativ schnell klar, dass man hier mit einem Punkt zufrieden gewesen wäre. Spielerische Lösungen gegen dieses Bollwerk fand der FCK leider kaum.

Die wenigen Chancen konnten nicht verwertet werden und das Spiel brachte die Erkenntnis dass Christoph Moritz im Mittefeld wichtiger für diese Mannschaft ist als so mancher in der Vergangenheit glauben wollte. Als man sich schon mit einem torlosen Remis abgefunden hatte, ging der SVS in Führung. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld trat der Sandhäuser und Ex-Waldhöfer Philipp Förster dem ausgerutschten Marcel Correia auf den Unterarm. Der SVS spielte weiter obwohl Marcel Correia verletzt am Mittelkreis liegen blieb. Schiedsrichter Gräfe schien auch wenig Interesse für unseren Spieler aufzubringen. Und so kam es, dass eben jener Philipp Förster einige Sekunden später das Tor erzielte. Dass er im Anschluss auch noch offensichtlich, bewusst provokant vor der Westkurve in Jubel ausbrach, sagt ziemlich viel aus über den ach so sympathischen Verein vom Hardtwald um Kocak und Konsorten. Es ist jetzt aber müßig darüber zu spekulieren ob der SVS gegen ein anderes Team den Ball ins Aus gespielt hätte, ob es nur am Spieler mit seiner Blau-Schwarzen Vergangenheit lag oder Schiri Gräfe das Spiel hätte unterbrechen müssen. Das Ergebnis ist dasselbe. Null Punkte. Der FCK hat es nicht geschafft einen Ball im Netz unterzubringen, muss nun bei den wichtigen Auswärtsspielen in Darmstadt und Aue besser spielen und punkten bevor der Club aus Köpenick in zwei Wochen am Betze gastiert. Dann können die drei Punkte hoffentlich am Betze behalten werden.

Nach dem Spiel ging es dann mit etwas hängenden Köpfen, doch mit leichtem Optimismus, auf das Nachholspiel in Darmstadt, den Berg hinab. Der Abend wurde dann in geselliger Runde bei kalten Getränken zu Ende gebracht. Danke an dieser Stelle für den Besuch unserer Freunde aus Stuttgart.

Letztlich lässt sich festhalten, dass in der Mannschaft doch ein Funke Hoffnung lebt.

Jetzt heißt es ; Mund abwischen, weitermachen.
Alle nach Darmstadt!

Schießen wir die Lilien aus dem Stadion und uns aus der Krise!

Für immer Erster Fußballclub Kaiserslautern e.V.!


1. FC Kaiserslautern e.V. vs. KSV Holstein von 1900 e.V. - 09.02.2018

 

Eintracht Braunschweig vs. 1. FC Kaiserslautern e.V. - 04.02.2018


1. FC Kaiserslautern e.V. vs. Fortuna Düsseldorf - 27.01.2018


Juri - Live Forever

Niemand kann begreifen dass Du nicht mehr da bist. Nicht mehr im Stadion, dass man Dich nicht mehr am Kreisel trifft nach dem Spiel, um eine Verabredung einzulösen, die nicht mehr einzulösen ist.

Du warst für viele in Kaiserslautern ein unverzichtbarer Bestandteil der Fanszene, einer der ersten Namen die einem einfallen, wenn man versucht die Liebe zum FCK mit Charakteren zu verbinden. Du warst einer der vorbehaltlosesten Menschen, denen man beim Fussball begegnen konnte. Du warst offen und ehrlich. Du warst mit wenig zufrieden, Du hast Dich über sehr kleine Dinge, riesig freuen können.

All das ist ein unbegreiflicher Verlust für alle die Dich gekannt haben, aber auch für diejenigen innerhalb der Fanszene Kaiserslautern, denen das nicht mehr vergönnt war. Wir wünschen allen Freunden, Verwandten und den Leuten die Juri nahe standen, alle Kraft dieser Welt.
Live Forever. DCKL